Ausbildungsstruktur
Die Ausbildung folgt einem 3-stufigen Modell:
Stufe 1: Selbsterfahrung und methodische Grundlagen
Stufe 2: Theorie und Methodik
Stufe 3: Praxis

Stufe 1: Schwerpunkt Selbsterfahrung und methodische Grundlagen
Die Stufe I ist eine Vorstufe der eigentlichen eurasys-Ausbildung. Sie hat zum Ziel, die grundlegenden Einsichten des Familienstellens erfahrungsorientiert zu vermitteln, eigene Verstrickungen zu erkennen und zu lösen und die systemisch-phänomenologische Haltung in ihren Grundzügen zu verinnerlichen.
| Umfang | 25 Tage (200 Stunden) in ca. einem Jahr |
| Kosten | Sie finden die jeweiligen Kosten unter den hier angegebenen Links der durchführenden Ausbilder |
| Termine | ein Einstieg ist jederzeit möglich |
Die Stufe 1 wird dezentral absolviert. Folgende Ausbilder und Institute des eurasys-Netzwerkes bieten eine Ausbildung der Stufe 1 an:
| Wilfried Nelles | www.wilfried-nelles.de (Nettersheim) |
| Heinrich Breuer | www.hypnosys.de (Köln) |
| Angela Winkler | www.hagal-institut.org (Kerperscheid / Eifel) |
| eurasys berlin | www.eurasys-berlin.de (Berlin) |
Termine, Kosten und die jeweiligen Ausbildungscurricula entnehmen Sie bitte den Webseiten der Anbieter.
Wenn Sie bereits eine vergleichbare Weiterbildung absolviert haben, erkennen wir Ihnen diese als Eingangsvoraussetzung für die Stufen 2 und 3 an.
Stufe 2: Schwerpunkt Theorie und Methodik
Der Schwerpunkt der Stufe 2 liegt in der erfahrungsorientierten Vermittlung der methodischen und theoretischen Grundlagen der Aufstellungsarbeit. Hierbei geht es nicht darum, ein möglichst umfangreiches Lehrbuchwissen zu vermitteln, sondern die Teilnehmer darin zu unterstützen, in ihrer Arbeit mit Menschen eine Haltung zu entwickeln, die auf dem Vertrauen in ihre Wahrnehmung fußt.
Die Ausbildung setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:
- Modularisierte Kurse zu Schwerpunktthemen unter Leitung von Dozenten
- Supervidierte Arbeit in selbstorganisierten Peergruppen
- Hospitation in offenen Aufstellungskursen des eurasys-Teams
- Arbeit an schriftlichen Hausarbeiten zu den Themen der einzelnen Module
- Entwicklung und Durchführung eines eigenen Projektes, das die Grundlage der Abschlussarbeit darstellt
- Fakulativ: Einzellehrberatung bei einem Dozenten des eurasys-Teams
| Umfang | 25 Kurstage (5 Module) unter Leitung eines Dozenten 8 Tage Arbeit in selbstorganisierten Peer-Gruppen 5 Tage Hospitation in offenen Aufstellungskursen des eurasys-Teams 5 Tage für die Projektarbeit 5 Stunden Einzellehrberatung (fakultativ) |
| Kosten | 3000,- Euro pauschal zu Beginn des Ausbildungsjahres oder 795,- Euro Anzahlung und eine Monatsrate von 265,- Euro über 9 Monate |
| Termine | Nächster Beginn Juni 2012 |
Stufe 3: Schwerpunkt Praxis
Anspruch und Ziel der eurasys-Ausbildung liegt darin, praktisch geschulte Systemaufsteller und Berater zu entlassen, die in eigener Praxis eine qualitativ hochwertige und finanziell erfolgreiche Arbeit anbieten. Aus diesem Grund liegt der Fokus der Stufe 3 auf der Vermittlung und Supervision der praktischen Fähigkeiten des Aufstellens und der Beratungsarbeit mit einzelnen Klienten. Zudem werden die Teilnehmer durch die Arbeit an einem eigenen Projekt dazu ermutigt, erste konkrete Schritte in mögliche Arbeitsfelder zu unternehmen.
| Umfang | 23 Kurstage (5 Module) unter Leitung eines Dozenten 8 Tage Arbeit in selbstorganisierten Peer-Gruppen 5 Tage Hospitation in offenen Aufstellungskursen des eurasys-Teams 15 Tage für die Projektarbeit und deren Vorstellung 5 Stunden Einzellehrberatung (fakultativ) |
| Kosten | 3000,- Euro pauschal zu Beginn des Ausbildungsjahres oder 265,- Euro monatlich über 12 Monate Kosten für die Einzellehrberatung je nach Anbieter |
| Termine | Nächster Beginn Anfang 2013 |
Bausteine der eurasys-Ausbildung
Kursmodule
Das Herzstück der Ausbildung bilden die modularisierten Ausbildungsseminare. Die Module erstrecken sich in der Regel von Freitag bis Dienstag. Freitag bis Sonntag arbeitet der jeweilige Hauptdozent zu einem ausgewählten Themengebiet mit Aufstellungen, Beratungen und methodisch-theoretischen Ausführungen. Montags sind die Teilnehmer der Gruppe dazu aufgefordert, selbst praktisch aktiv zu werden und Aufstellungen und Beratungsgespräche unter Supervision durchzuführen. Am Dienstag werden die persönlichen Projekte der Teilnehmer vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Der Ablauf der Module ist so organisiert, dass stets Raum für Abweichungen, inhaltliche Exkurse und die persönlichen Anliegen der Teilnehmer besteht.
Arbeit in Peergruppen
Bereits zu Beginn der Ausbildung bilden sich selbstorganisiert Peergruppen der Teilnehmer in verschiedenen Regionen in Deutschland. Die Peergruppen dienen der Vertiefung des angeeigneten Wissens aus den Kursen und bieten den Teilnehmern die Möglichkeit zur gemeinsamen Reflexion von Inhalten, Intervision und vor allem dem praktischen Lernen der Aufstellungsarbeit im Gruppensetting.
Hospitation
Während der Ausbildung besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an den offenen Kursen des eurasys-Netzwerks. Das Tochterinstitut eurasys berlin erhebt hierfür einen Unkostenbeitrag, bei den anderen Netzwerkmitgliedern ist die Teilnahme frei. Die Hospitation dient dem Kennenlernen verschiedener Arbeitsstile mit Klienten aus verschiedenen Kontexten und ermutigt so zur Entwicklung einer eigenen individuellen Arbeitsweise.
Einzellehrberatung (fakultativ)
In Sinne der Beraterausbildung ist die Selbsterfahrung im Einzelsetting ein fakultativer Bestandteil der Ausbildung. In der Einzelberatung machen Sie sich mit dem intimeren Setting der Berater-Klient-Beziehung vertraut und reflektieren ihre Herkunft, aktuelle Herausforderungen im Leben und ihre Ausrichtung auf die Zukunft. Neben der Aufstellungsarbeit im Einzelsetting arbeitet der Berater je nach Schwerpunkt mit verschiedenen dialogischen und psychotherapeutischen Ansätzen.
Die Einzellehrberatung können Sie mit verschiedenen Mitgliedern des eurasys-Netzwerks durchführen. Unser Sekretariat lässt Ihnen gerne eine Liste der Berater mit deren Arbeitsschwerpunkten und Stundensätzen zukommen.
Projekt
Jeder Teilnehmer führt im Rahmen der Ausbildung ein Projekt zu einem selbst ausgewählten Thema durch. Häufig haben die Projekte praktische Bezüge, die z.B. in Kooperation mit einem institutionellen Partner (z.B. Kinderheim, Unternehmen, Theater etc.) durchgeführt werden, so dass sich aus dem Projekt idealerweise ein Schritt in ein künftiges Arbeitsfeld realisieren lässt. Aber auch theoretische und experimentelle Projekte können verfolgt werden. Ziel ist es, dass der Teilnehmer das in der Ausbildung Gelernte mit eigenen Arbeits- und Interessenschwerpunkten verbindet und so etwas Eigenes schafft, das neue Perspektiven eröffnet.
Abschlussarbeit
Aus dem Projekt ergibt sich eine schriftliche Abschlussarbeit, die die Fähigkeit des Teilnehmers belegt, die eigene praktische Arbeit in entsprechender Form darzustellen. Im Rahmen der Gruppe wird diese Arbeit im letzten Modul vorgestellt.
